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Wie läufts denn so mit der Open-Source-Umstellung in Schleswig-Holstein, hat @leonido@chaos.social Digitalminister @dirkschroedter@norden.social gefragt. Erwartungsgemäß: Löppt. Zumindest weitestgehend. Tatsächlich hat man außer der Panne bei einem kleinen Teil der über 40.000 Email-Accounts nicht mehr viel gehört. Und so etwas passiert nun einmal.

Ich fand gut, dass Herr Schrödter noch einmal klargestellt hat: Das Lamd setzt da professionelle Lösungen ein und arbeitet mit professionellen Unternehmen zusammen – bis hin zum IT-Dienstleister des Landes, Dataport. Es ist eben nicht so, dass da mal jemand LibreOffice herunterlädt und das auf ein paar Rechnern installiert. Ich glaube, dieser Aspekt muss in der Kommunikation von und über Open-Source viel stärker betont werden.

Open-Source ist für Schleswig-Holstein Industriepolitik: „Wir wollen ein weites Angebot von Dienstleistern schaffen,“ sagte Dirk Schrödter.

Für ihn ist es darüberhinaus ein Projekt zu Staatsmodernisierung und damit der Demokratie: „Wenn der Staat nicht Herr über seine IT-Systeme ist, dann ist das auch ein Bedrohungsszenario. Das ist auch ein Demokratieprojekt.“

Problem bleiben die alten Fachverfahren – die Spezialanwendungen der Verwaltung. Sie mündeten oft noch in Microsoft-Office-Anwendungen. Und da frage ich mich:
1. Gibt es da keinen Compatibility-Layer – etwas von Microsoft in Libre übersetzt?
2. Wenn Valve es hinbekommt, Windows-Triple-A-Spiele unter Linux zu Laufen zu bringen – warum schafft man nicht so einen Layer für Fachverfahren?

Schön fand ich das Zwischenfazit: „Ich arbeite viel lieber mit diesen Tools. Die laden auch schneller.“

Wie wahr. Microsoft Teams ist echt lahm.

4 Kommentare zu „Foto vom 20. Mai 2026“

  1. Avatar von Jesper Zedlitz

    @kaffeeringe Vermutlich ist vielen gar nicht klar, dass die von der Fachanwendung generieren MS Office Dateien auch problemlos mit LibreOffice geöffnet werden können. Zum Teil steht da sogar nur „Excel-Export“ und in Wirklichkeit ist es eine CSV-Datei (eigentlich mit Semikolon getrennt und in Latin-1, damit Excel das öffnen kann). Schon mehrfach gesehen.

  2. Avatar von 🇺🇦🇪🇺 cweickhmann

    @kaffeeringe @leonido @dirkschroedter Ohne das jetzt im Einzelnen bewerten zu können: was ich als Fachanwendungen gesehen habe, waren oft Plugins für MS Office Produkte. Und die zu entwirren, um sie in LibreOffice reinzuwirren … nun ja, dann schriebst dus halt neu. Wo Word nur die Schreibmaschine für die Briefe ist, dürfte der Austausch einfach sein und oft schon gemacht.

  3. Avatar von Franz Graf

    @kaffeeringe @leonido @dirkschroedter > Ich glaube, dieser Aspekt muss in der Kommunikation von und über Open-Source viel stärker betont werden. Definitiv! Bisschen Zeug auf 10 Rechnern ist das eine. Das aber auf einer großen Zahl zu installieren, aktuell zu halten, User Support zu liefern etc. – ist halt was anderes. Und auch diese Dienstleister richtig auszuwählen. Wenn man beim Dinenstleister daneben greift, wird da halt keine Success Story draus.

  4. Avatar von ssmid

    @kaffeeringe @leonido @dirkschroedter Valve ist kompetent und macht sich nötigenfalls auch die Hände schmutzig, dddDataport sind Webentwickler. Die würden den LibreOffice/Collabora/… Source Code nicht mal mit ner Kneifzange anfassen, sondern lieber 50 mal in nem Microservice wrappen. Das ist der Unterschied. Ach ja: dataport ist eher vergleichbar mit ner Behörde als mit einem Unternehmen. Rechtlich ist es eine Anstalt öff. Rechts, in der Praxis aber…

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